Der »Allgemeine deutsche Fahrradclub« (ADFC) weist darauf hin, beim Kauf des Fahrrades auf eindeutige Eigentumsverhältnisse zu achten. Vor allem Spitzenfahrräder zu Schnäppchenpreisen sollen genau geprüft werden.

 

Ob ebay-Kleinanzeigen, Flohmarkt oder örtliches Anzeigenblatt: Der Gebrauchtkauf von Fahrrädern ist beliebt. Nicht selten kommt es zu echten Schnäppchen. Ich selber habe ein robustes Mountainbike in gutem Zustand für 45.- Euro im letzten Monat erworben. Der Besitzer wollte es loswerden und nicht viel Zeit mit Handeln verschwenden. Zum Glück hatte ich die Anzeige kurz nach Veröffentlichung bei ebay entdeckt.

Doch nicht immer sind es solch hehre Motive, die einem günstigen Preis zugrunde liegen. Man bedenke, dass die vielen Tausend pro Woche geklauten Fahrräder ja auch wieder einen neuen Besitzer suchen. Und eine Überführung ins europäische Ausland oder gar nach Afrika kommt den fleißigen Dieben wohl nicht in den Sinn. Bestenfalls bis in die nächste Stadt schafft es die Hehlerware und wird dort scheinheilig zum Kauf dargeboten.

Schieben Sie also die Gier beiseite und lassen Sie sich möglichst einen Kaufvertrag mit Rahmennummer und Modellbeschreibung zeigen. Leider wird das oft nicht möglich sein, da hilft es nur, die Rahmennummer bei der Polizei kontrollieren zu lassen. Bei Händler ist die Gefahr übrigens laut ADFC weitaus geringer. Dieser wird zumeist im eigenen Interesse darauf achten, Ihnen nur saubere Ware zu offerieren.